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Die Faschingskampagne 2010


Auch in diesem Jahr sorgten die Auftritte im Rahmen der Faschingskampagne für ein Highlight des Vereinslebens. Los ging es am Sonntag auf dem Ober-Mörlener Faschingsumzug. Gut 2 1/2 Stunden begeisterten die Musiker die zahlreichen Zuschauer.

Im Anschluss an den Zug wurde dem passiven Mitglied Wolfgang Hofmann noch ein Ständchen zum 60. Geburtstag gespielt bevor der Tag gemütlich im Vereinsheim seinen Ausklang fand.


Der nächste Auftritt folgte am Rosenmontag. Zum Höhepunkt des Straßenkarnevals schlängelt sich jedes Jahr am Rosenmontag der 6,5 km lange Zug bei 7 km Zugweg durch die Kölner Innenstadt. 1,3 Millionen  Zuschauer säumten die Straßen, als sich über 10.000 Teilnehmer rund um die 100 Prunk- und Persiflagewagen in Bewegung setzen. Der Zug fand in diesem Jahr unter dem Motto "In Kölle jebützt"! statt. Damit erhält die karnevalistische Großveranstaltung ein einheitliches Bild. Das Motto unter dem der Rosenmontagszug stattfindet, ändert sich jedes Jahr. Populäre und aktuelle Themen aus Politik, Sport, Wirtschaft aber auch Gesellschaft und Stadtleben werden hier parodiert. Besonders war in diesem Jahr, die wegen des Einsturzes des Stadtarchivs um die Baustelle geänderte und somit auch um 0,5 km verlängerte Route. Das Unglück und der möglicherweise damit zusammenhängende Pfusch beim Bau der Nord-Süd-Stadtbahn war eines der Themen des Umzugs, der politischer und pointierter als in den Vorjahren war. Nachdem bekannt geworden war, dass an der U-Bahn-Baustelle Heumarkt über 80 Prozent der vorgesehenen Sicherungseisen nicht eingebaut worden waren, wurde dieses Thema gleich noch auf einem der Mottowagen aufgegriffen.

Als eine der über 120 Musikgruppen war der Musikverein bereits zum achten Mal dabei. Voller Vorfreude ging es mit dem Bus um 6 Uhr in Richtung Köln. Um kurz nach 8 Uhr wurden in Köln die Gastgeber, die Kölner KG "Mer blieve zusammen 1937" (kurz: MBZ) mit den ersten Liedern des Tages begrüßt. Danach gab es ein ausgiebiges Frühstück, wobei so mancher schon einmal das Dom-Kölsch probierte. Nachdem der Musikcorps zum Aufstellungsort marschiert war, schaute man noch in den verschiedenen Kneipen rund um die U-Bahnbaustelle vorbei. Eine besondere Ehre wurde einigen Musikern zuteil, als ihnen von den Verantwortlichen der MBZ deren diesjährige Orden überreicht wurden. Dieser eindrucksvolle Orden bestach vor allem durch seine Größe. So mancher Musiker munkelte, dass die nicht verwendeten Sicherungseisen für die U-Bahn wohl eingeschmolzen wurden um neue Orden herzustellen.

Für die Musiker und die gesamte Gruppe 19 ging es um 12.15 Uhr los. Pünktlich zu Beginn des Rosenmontagszuges verzogen sich in Köln die Schneewolken und gelegentlich ließ sich sogar die Sonne blicken. Von eisigen Temperaturen ließen sich die Jecken nicht die Laune verderben und feierten ausgelassen bei den vielseitigen Stücken sowie den Straßenshows des Vereines. Auch wurde erstmals das neue Stücke "The Magnificent Seven" gespielt, das wegen seiner schwierigen Aussprache von den Musikern nur noch "The Gaul" genannt wird. Am Straßenrand und auf den Balkons herrschte eine ausgelassene Stimmung.

Um 16.10 Uhr endete der Zug für die Aktiven, doch da war noch lange nicht Schluss. Für die Musiker und die Mitglieder des MBZ ging es dann zur Abschlussfeier in das Lokal Hopper im Fritz.

Hier warteten schon kalte Getränke und eine deftige Gulaschsuppe. Der Präsident des MBZ, Dr. Veit Wasserfuhr, dankte den Dorheimern für die tolle Musik sowie Show. Danach folgte wie auch schon in den Jahren zuvor ein Konzert des Vereines, bei dem die Musiker und alle Köllner auf Tischen und Bänken standen und ausgelassen einige Stunden feierten. Um 19 Uhr startete der Bus dann wieder in Richtung Friedberg. Im Bus wurde noch gesungen, gelacht sowie ausgelassen gefeiert. Einige der Aktiven vergnügten sich dann noch im Dorheimer Bürgerhaus auf dem der Wetterfrösche präsentierten "Frosch Gehüpp".


Am Faschingsdienstag spielte der Musikcorps zum Abschluss der diesjährigen Faschingssaison vor heimischen Zuschauern auf dem Friedberger Umzug. Nach dem Zug ging es zu der Abschlussfeier in das Dorheimer Vereinsheim. Zusammen mit den Freunden der Dorheimer Wetterfrösche und einigen passiven Mitgliedern fand der Fasching bei Hackbraten, Würstchen, Kräppeln und Bier einen zünftigen Ausklang.